Wespenbekämpfung

Grundsatz:
Wespen sind Nutztiere, keine Schädlinge!
Genauso wie Bienen und Hummeln bestäuben sie Blüten und tragen damit zu einer reichen Obsternte bei. Außerdem vertilgen sie eine Menge Insekten und helfen dem Menschen dabei, die Schädlinge im Garten einzudämmen.

Daher gilt: Wespen nur dort bekämpfen, wo es nicht anders geht.

Wespensaison:

Wespenköniginnen beginnen im Engadin etwa im Mai mit dem Bau der neuen Nester. Das Wespenvolk wächst bis etwa Ende August an und bereitet für die Zucht der neuen Königinnen das Nest vor. Ab Anfang September bis ca. Mitte Oktober werden neue Königinnen gezüchtet. Sind die Königinnen aus dem Nest ausgeflogen, verenden die Wespen bei den ersten tiefen Temperaturen.

Insbesondere während der Aufzucht der Königinnen können Wespen aggressiv sein, weil sie die Brut beschützen müssen.

Wespenarten:
Im Unterengadin kennen wir drei Wespenarten:

gemeine wespe vespula vulgaris  Wespennest gemeine Wespe

die gemeine Wespe:
Nest: Muschelförmige Oberfläche, braun/beige.
Vorkommen: Dunkle Hohlräume (Dachböden, Schuppen, Erdlöcher u.dgl.). Niemals im Freien.
Volkgrösse: 1000 - 5000 Tiere
Nicht aggressiv, solange sie nicht bedroht werden (Annäherung an das Nest).
Können im Bereich von Süssem oder Fleisch lästig werden.


deutsche wespe vespula germanica  Wespennest deutsche Wespe

die deutsche Wespe

Nest: Muschelförmige Oberfläche, grau.
Vorkommen: Dunkle Hohlräume (Dachböden, Schuppen, Erdlöcher u.dgl.). Niemals im Freien.
Volkgrösse: 1000 - 7000 Tiere
Nicht aggressiv, solange sie nicht bedroht werden (Annäherung an das Nest).
Können im Bereich von Süssem oder Fleisch lästig werden.

schsische wespe dolichovespula saxonica  Wespennest Schsische Wespe

die sächsische Wespe

Nest grau, mit charakteristischen Schalen mit hellen Streifen.
Vorkommen: Meist freihängend an Dachvorsprüngen, Bäumen u.dgl. (regengeschützt).
Volkgrösse: 200 - 500 Tiere
Tiere verteidigen sich nur bei Störungen im unmittelbaren Nestbereich und werden weder schädlich noch aggressiv.
Kein Interesse an Süssigkeiten oder Fleisch.


Bekämpfung:

Grundsatz:
Wenn möglich bis zum Saisonende abwarten, dann Nest entfernen.

Bekämpfung durch die Feuerwehr:
- Vernichtung mit Gift (Nervengift), Nest entfernen und entsorgen.
- Bestäuben mit Diatomeenerde (pulverförmige Substanz, die hauptsächlich aus den Schalen fossiler Kieselalgen). Die Tiere und das Nest trocknen innert Wochenfrist aus.

Kosten:

Der Einsatz der Feuerwehr bei der Wespenbekämpfung ist kostenpflichtig und wird nach Stunden und einer Materialpauschale abgerechnet.

Bildquellen: Wikipedia.de & http://www.hornissenschutz.ch/
Informationsquellen: http://www.hornissenschutz.ch/

Verantwortlich für Wespenbekämpfung bei der Feuerwehr Pisoc:

Andreas Kunz: 079 860 35 25